Den besten und sichersten; denn hier schläft es, und thut keinen gedungnen Schaden. Apemanthus. Wo ligst du des Nachts, Timon? Timon. Unter dem was über mir ist. Wo futterst du des Tags, Apemanthus? Apemanthus. Wo mein Magen Speise findet, oder vielmehr wo ich sie esse. Timon. Ich wollte, das Gift müßte mir gehorchen, und wüßte meine Gedanken. Apemanthus. Wo wolltest du es hinschiken? Timon.

Wär' ich ein grosser Herr, ich hätte das Herz nicht zu trinken, aus Furcht, sie möchten ausspähen, wo sie meiner Luftröhre am besten beykommen könnten; grosse Herren sollten nicht anders trinken, als mit einem Harnisch um ihre Gurgel. Lucullus. Laßt sie diesen Weg gehen, mein werthester Lord. Apemanthus.

Deine Schüsseln zu würzen. Apemanthus. Das Mittel der Menschlichkeit hast du nie gekannt, sondern nur das äusserste von beyden Enden. Wie du in deinen vergoldeten Zimmern, und von ausgesuchten Specereyen umduftet warst, da trieben sie ihr Gespötte über deine ausschweiffende Zärtlichkeit des Geschmaks; izt da du in Lumpen bist, hast du gar keine, sondern wirst des Gegentheils halben verabscheut.

Wenn werden wir das Glük haben, das zu erleben? Apemanthus. Wenn du Timons Hund seyn wirst, und diese Schelmen ehrlich. Timon. Warum nennst du sie Schelme? Du kennst sie nicht. Apemanthus. Sind sie nicht Athenienser? Timon. Ja. Apemanthus. So nehm' ich mein Wort nicht zurük. Juweelen-Händler. Ihr kennt mich, Apemanthus. Apemanthus. Du weißst daß ich dich kenne, ich nannte dich bey deinem Namen.

Nein, Gnädiger Herr, er redt nur die gemeine Sprache, die alle Leute mit ihm reden. Timon. Seht, wer hier kommt Wollt ihr ausgescholten seyn? Dritte Scene. Juweelen-Händler. Wir wollen's mit Euer Gnaden theilen. Kauffmann. Er wird keinen verschonen. Timon. Guten Morgen, mein angenehmster Apemanthus. Apemanthus. Warte du auf einen Gegengruß, bis ich angenehm werde. Poet.

Timon. Du bist stolz, Apemanthus. Apemanthus. Auf nichts so sehr, als das ich dem Timon nicht ähnlich bin. Timon. Wo willt du hin? Apemanthus. Einem ehrlichen Athenienser das Hirn ausschlagen. Timon. Das wär' eine That, wofür du sterben müßtest. Apemanthus. Richtig, wenn das Gesez eine Todesstrafe auf nichts thun sezt. Timon. Wie gefällt dir dieses Gemählde, Apemanthus? Apemanthus.

Apemanthus. Die Handelschaft ist dein Gott, und dein Gott verderbe dich! Timon. Was für Trompeten sind das? Bote. Es ist Alcibiades mit etlichen zwanzig Reitern, die ihn begleiten. Timon.

Du sichtbarer Gott, der Unmöglichkeiten zusammenfügt, und einander küssen macht! der jede Sprache zu jeder Absicht reden kan! O du Probstein der Herzen; denke, dein Sclave, der Mensch, empöre sich wider dich, und seze sie durch deine Macht in eine so zerrüttende Zwietracht, bis die Herrschaft über die Welt den Thieren bleibt. Apemanthus.

Am besten, weil es nichts böses thut. Timon. Arbeitete der nicht gut, der es mahlte? Apemanthus. Der arbeitete noch besser, der den Mahler machte; und doch ist er nur ein schlechtes Stük Arbeit. Mahler. Ihr seyd ein Hund. Apemanthus. Deine Mutter ist von meinem Stamme; was war sie, wenn ich ein Hund bin? Timon. Apemanthus, willt du mit mir zu mittagessen? Apemanthus.

Wollt ihr mich dort verlassen? Apemanthus. Wenn Timon bey Hause ist Ihr drey dient bey drey Wucherern? Alle. Ich wollte, sie dienten uns. Apemanthus. Das wollt' ich auch Ein so feiner Streich, als jemals ein Henker einem Dieb gespielt hat! Harlequin. Seyd ihr Drey Wucherers-Leute? Alle. Ja, Narr. Harlequin.