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Aktualisiert: 4. Oktober 2025


Schnellfuß trat so stolz vor den König hin, als wäre er ein geborener Königssohn, grüßte mit Anstand und bat um Erlaubniß, das Probestück am andern Morgen zu versuchen.

Als aber die Eltern später gestorben waren, da hatten Schnellfuß und Flinkhand keine Ruhe mehr in der Heimath, sie verpachteten ihre Besitzungen und streiften wieder in fremden Landen umher, um neue Reichthümer und Schätze durch ihre Gaben zu erwerben.

Der König und die Zuschauer aus der Stadt erstaunten über die wunderbare Schnelligkeit des Mannes, denn bis hierzu hatte noch Keiner auch nur ein paar hundert Schritt weit neben der Kuh herlaufen können. Wiewohl Schnellfuß sobald keine Ermüdung zu fürchten hatte, so hielt er es doch für gerathen, die Kuh zu besteigen, sobald er den Leuten aus den Augen war.

Als die Brüder den Entschluß gefaßt hatten, machten sie sich selbdritt auf den Weg, und damit sie rascher vorwärts kämen, trug Schnellfuß die beiden Andern von Zeit zu Zeit auf seinem Rücken weiter. Weil nun aber die Arbeit von einem Manne gethan werden sollte, so konnten sie nicht alle drei zugleich vor den König treten. Schnellfuß wurde ausgesandt, Erkundigungen einzuziehen.

Was versprecht ihr mir als LöhnungDer Königssohn sagt: »Täglich frisches Essen und Trinken, soviel das Herz begehrt, vollständige schöne Kleidung für Sommer- und Winterbedarf, und einen Stof Gold als JahreslohnDer Schütze war damit einverstanden, und eben langte auch der Schnellfuß wieder von Babylon an, auf dem Rücken die heruntergeschossene große Mücke, die ihm gar nicht lästig war.

Aber gebt ihm einmal ein Pferd aus einem fremden Stalle, das ihn nicht kennt, dann werden wir sehen, wie weit die Schnelligkeit des Mannes gegen die des Rosses kommt. Da ließen einige fremde Herren die bestgefütterten und feurigsten Rosse aus ihren Ställen herführen und dann ins Freie treiben, auf daß Schnellfuß sie einfange.

Gleichwohl sollte er die Erfahrung machen, daß flinke Beine wohl überall einen Menschen aus einer Gefahr befreien können, aber nicht so leicht zu Amt und Brod verhelfen: denn Hände sind aller Orten nöthiger als Füße. Schnellfuß fand erst nach geraumer Zeit bei einem Könige in Ostland einen festen Dienst.

Da nun die starken Brüder auf diese Weise allen künftigen Mißhelligkeiten vorgebeugt hatten, schmückten sie eines Tages Schnellfuß mit den prächtigen Kleidern und schickten ihn zum Könige, damit er die Rennthierkuh auf die Weide führe. Ging die Sache nach Wunsch, so war der erste große Stein hinweggewälzt, der bis jetzt alle dreier verhindert hatte, die Brautkammer zu betreten.

Bald darauf war im ganzen Ostlande der Name Schnellfuß berühmt geworden, und wenn irgend ein König einmal einen schnellen Boten brauchte, so wurde Schnellfuß gemiethet, der dann reichen Lohn und außerdem noch Geschenke erhielt, damit er sich ein anderes Mal wieder willig finden ließe.

Dann nahm ihm die Jungfrau die gefüllte Flasche aus der Hand und trat hinkend den Rücklauf an. Der Augenmann sah den Vorfall, nahm seine Flinte und schoß von einem Baume einen Zweig so geschickt herunter, daß derselbe dem Schnellfuß auf die Nase fiel und ihn aus dem Schlafe weckte.

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brustübel

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